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  • Ausbildung zum Werkstoffprüfer für Metalltechnik im Max-Planck-Institut

Technischer Assistent für Metallographie und Physikalische Werkstoffanalyse

 Die Metallographie ist ein Arbeitsgebiet der Werkstoffwissenschaften und bedeutet wörtlich Metallbeschreibung. Metallographen beschäftigen sich hauptsächlich mit der Mikrostruktur von Werkstoffen und leisten ihren Beitrag in der Qualitätssicherung/Werkstoffprüfung in Laboren der Industrie und Forschung.

Das Berufsfeld `Metallographie´ wurde um 1906 am Lette-Verein in Berlin entwickelt und wird seitdem fortlaufend aktualisiert. Ursprünglich war es ein reiner Frauen-Beruf. Seit der Einführung des Fachabiturs (1976) in die Ausbildung, interessieren sich auch Männer für diesen Bereich der Werkstoffwissenschaften.

Heute sind nicht nur Metalle Gegenstand der Analyse, sondern auch Kombinationen aus Metall, Glas, Keramik und Kunststoff. Seit 1988 ist die Berufsbezeichnung für am Lette-Verein ausgebildete Metallographen mit staatlicher Abschlußprüfung: Technische Assistentin/Technischer Assistent für Metallographie und Physikalische Werkstoffananlyse. Ein weiterer Ausbildungsort in Deutschland ist das Berufskolleg in Solingen.


Proben nehmen und Untersuchungsverfahren auswählen

Am Beginn der Untersuchungsarbeit stehen meist Proben der zu untersuchenden Materialien. Dies können
Metalle und Metalllegierungen sein, aber auch Kunststoffe, mineralische oder keramische Stoffe. Meist sind
die zu bearbeitenden Proben relativ klein. Teilweise arbeiten Technische Assistenten und Assistentinnen für
Metallographie und Werkstoffkunde aber auch mit großen und schweren Teilen, etwa wenn die Härte eines
fertigen Maschinenbauteils geprüft werden muss.
Vor Beginn ihrer eigentlichen Arbeit bereiten sie die Abläufe vor und entscheiden, welche Verfahren für die
gewählte Untersuchung am besten geeignet sind. Dafür bauen sie in einem Labor die erforderlichen Messund
Prüfgeräte auf. Um die Reißfestigkeit von Stoffen zu ermitteln, arbeiten sie auch an Spezialmaschinen.
Den Versuchsplan erstellen sie in Absprache mit der Laborleitung, mit Fachkollegen sowie mit Technikern
und Technikerinnen.


Mundschutz, Mikroskop und Ausdauer

Für die Metallographie mit optischen Verfahren präparieren sie die Materialproben: Sie schleifen und polieren
deren Oberflächen je nach Größe mit der Hand oder mit Maschinen. Dann ätzen sie die Oberflächen mit
geeigneten Chemikalien, um die Struktur gut sichtbar zu machen. Bei dieser Arbeit tragen sie Schutzkleidung
wie Mundschutz und Handschuhe. Metallographische Untersuchungen dienen der Analyse von Metallen und
werden meist mit Mikroskopen durchgeführt. An den ermittelten Bildern können Technische Assistenten und
Assistentinnen für Metallographie und Werkstoffkunde bestimmte Werkstoffeigenschaften erkennen.
Anschließend protokollieren sie die Versuchsabläufe exakt und Schritt für Schritt, von der
Versuchsvorbereitung bis zum Ergebnis. Sie erstellen und archivieren Ergebnisse mit Hilfe von Computern
und schreiben Berichte und Dokumentationen. Dabei spielen fotografische Aufnahmen mitunter eine wichtige
Rolle.
Je nach Fragestellung und Komplexität der Untersuchung dauern Versuche manchmal mehrere Tage oder
müssen mehrmals hintereinander unter wechselnden Bedingungen durchgeführt werden.

Ausbildung

Die Ausbildung zur Technischen Assistentin/zum Technischen Assistenten für Metallographie und Physikalische Werkstoffanalyse am Lette-Verein ist eine staatlich anerkannte schulische Berufsausbildung und kann nach drei Jahren mit dem Fachabitur abgeschlossen werden. Abiturienten werden in nur zwei Jahren in diesem von der Industrie stark nachgefragten Beruf ausgebildet, da sie die Hochschulreife ja bereits besitzen. Die Ausbildung zur Metallographin/zum Metallographen beginnt immer am ersten Schultag nach den Sommerferien der Berliner Schulen.


Aufnahmevoraussetzungen

Bewerber für die Ausbildung sollten ein Interesse an naturwissenschaftlichen Zusammenhängen, Spaß an manuellen Tätigkeiten, gute Beobachtungsgabe bzw. den Willen sie zu entwickeln und Freude am Umgang mit technischen Geräten haben.

Zweijährige Berufsausbildung: Voraussetzung ist die allgemeine Hochschulreife (Abitur) oder die Fachhochschulreife (Fachabitur)

Dreijährige Berufsausbildung: Voraussetzung ist der Mittlere Schulabschluß (MSA) bzw. Realschulabschluß oder eine gleichwertige Schulbildung

Beim Lette-Verein (Technische Berufsfachschule) ist die Aufnahme abhängig von der Teilnahme an einem Vorstellungsgespräch, den Noten in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern sowie dem Fach Deutsch und dem Vorliegen aller im Aufnahmeantrag aufgeführten Unterlagen. Bewerber ausländischer Herkunft müssen einen Nachweis über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache erbringen und an einem Test (Deutsch, Mathematik, Physik) teilnehmen.


Schulgeld

Der Lette-Verein erhebt als Stiftung des öffentlichen Rechts ein Schulgeld für den Besuch seiner Ausbildungen. Z.Zt. kostet diese Ausbildung 480 € pro Semester, d.h. 80€ im Monat.


Quellen: Bundesagentur für Arbeit - Wikipedia